Genau ein Jahr nach der ersten Vorschau auf Project Rome, hat Adobe die „All-in-One”-Publishing-Lösung nun öffentlich zugänglich gemacht.

Mit Rome kann man multimediale Inhalte zusammenführen, mit Interaktivität versehen und in unterschiedliche Ausgabeformate exportieren. Als Zielgruppe soll dabei (im Gegensatz zur Profi-Produktpalette von Adobe) eher die breite Masse angesprochen werden. Das Interessante dabei ist, dass keine harte Grenze zwischen Print- und Web-Publishing gezogen wird — Rome kann beides.

Was ist Adobe Rome?

Project ROME is an all-in-one content creation and publishing application that lets virtually anyone at home, work or school* inject the power of graphics, photos, text, video, audio, animation and interactivity into everyday projects – from printed materials and presentations to digital documents and websites – in a simple, creative environment.

Hier auch ein kurzes Einführungsvideo:

Desktop- und Web-App

Adobe Rome ist auf Basis des Flash Player erstellt. Man kann Rome entweder als Adobe AIR Anwendung herunterladen (ca. 6 MB) oder direkt im Web nutzen.

Was ist möglich?

Beim Starten von Rome stehen Projekttemplates zur Auswahl, mit denen man sich einen Überblick über den Funktionsumfang von Rome machen kann. Die Templates reichen von Visitenkarten bis zu Websites.

Eingabe- und Ausgabeformate

Mit Rome kann man eigentliche alle gängigen Medientypen verwenden und miteinander kombinieren. Dazu gehören:

  • Text
  • Grafiken
  • Photos
  • Animation
  • Interaktion
  • Sound
  • Video

Die Bandbreite reicht somit von Formen (Shapes), über Bilder, Videos, Sounds bis hin zu interaktiven Elemente wie Buttons oder Google Maps Karten. Diese können wie in einem DTP-Programm oder in Flash angeordnet werden.

Als Ausgabemöglichkeiten stehen beispielsweise (interaktive) PDF-Dateien, SWF-Dateien (Flash) oder Grafiken wie JPG, PNG, SVG or FXG zur Auswahl.

Bearbeitung

Wie bereits von der letztjährigen Demo bekannt, ist die Benutzerführung tatsächlich sehr intuitiv. Die Transformation (Größe, Ausrichtung, Drehen, etc.) funktioniert zu erwarten direkt über Anfassser am Objekt. Alles weitere wird über ein „Edit”-Menü am Objekt geregelt.

Über die Eigenschaften im zuvor gezeigten Menü kann Interaktivität hinzugefügt werden. Animiert wird mit einer Flash-ähnlichen Zeitleiste.

Beispiel

Hier ein Beispiel als SWF und interaktives PDF (Acrobat Reader 9 erforderlich, da PDF Portfolio).

Fazit

Zum einen ist Rome ein sehr beeindruckender Showcase, was auf Basis von Flash/AIR gebaut werden kann. Zum anderen ist es auch eine gelungene Anwendung, die einen sehr guten Eindruck hinterlässt. Man kann also gespannt sein, wie sich das Project Rome weiterentwickelt.

Rome ist aktuell übrigens nur auf Englisch verfügbar. Die aktuelle Public Preview ist kostenlos, danach soll es in Form eines Abomodells nutzbar sein („affordable, paid subscription service”).

Link: rome.adobe.com