Ein weiteres Jahr in diesem Blog ist um! Hier ein kurzer Abriss über die aus meiner Sicht wichtigsten Artikel. Die komplette Übersicht aller Beiträge finden sich im Archiv.

MPEG-4 (H.264, AAC)

Vor einem Jahr hat Adobe die Katze aus dem Sack gelassen und den Support für MPEG-4-Videos angekündigt. Da dieses Thema vor enormer Bedeutung ist, gab es zahlreiche Beiträge hierzu. Offiziell gelauncht wurde der MPEG-4-Support dann im Dezember 2008 mit Flash Player 9 Update 3.

Auf der FFK08 in Köln habe ich einen Vortrag „H.264 – der neue Videocodec in Flash“ gehalten. Die Folien zur Präsentation über MPEG-4 in Flash stehen ebenfalls zum Download bereit.

Wer sich genauerer über MPEG-4-Files informieren möchte, sollte sich einen Überblick über die Metadaten verschaffen. Wenn Dateien erst nach vollständigem Download anfangen zu spielen, liegt dies am moov-atom. Des Weiteren gibt es ein Beispiel, wie man das Cover einer MPEG-4 Datei anzeigen lassen kann.

In diesem Zug ist auch die neue Dateiendung .f4v für MPEG-4-kompatible Flashvideos wichtig.

Mit dem neuen Videocodec besteht nun die Möglichkeit, auf zahlreiche Encoder zurückzugreifen. Eine Möglichkeit für das Flashvideo-Encoding ist QuickTime, eine andere Sorenson Squeeze. Eine Open-Source-Varainte für das Encoding ist ffmpegX oder der Nero AAC Codec. Außerdem gibt es qualitative Vergleiche zwischen MPEG-4-Codecs.

Flash- und Flex-Komponenten

Coverflow

Verschiedene Komponenten-Sets sind veröffentlicht worden. Besonderes hervorzuheben sind die mittlerweile richtig umfangreichen ASTRA-Components von Yahoo!. Ein kleiner aber feiner MP3-Player ist darauf basierend entstanden. Zusätzlich gibt es hier noch eine Übersicht mit MP3-Player für Flash/Flex.

Sehr gut besucht ist die Übersicht über den von Apple geprägten Coverflow-Effekt. Ebenfalls großen Anklang findet auch die Liste mit den PageFlip-Effekten.

Da es in Flex keine tolle Videokomponente gibt, kann man auch die FLV Playback Komponente von Flash in Flex einsetzen.

Um die Google Maps Komponente in ActionScript zu verwenden, schaut man sich am besten die Einführung in Google Maps for Flash an. Als Alternative steht noch Yahoo! Maps für AS3 zur Auswahl.

Außerdem gibt es noch verschiedene Sets an kostenlosen Flash Lite Komponenten.

FLV Player

flv-playback-skin

In insgesamt vier Teilen habe ich die YouTube API näher beleuchtet. Es geht dabei z.B. um Themen wie Anpassung der Farben, den Chromeless Player, den Embed Code oder Video-URLs.

Nutzt man die FLV Playback Komponente, sollte man unbedingt das Smoothing anschalten.

Einige Updates hat der FLV Flash Fullscreen Video Player bekommen. Zusätzlich gibt auch ein WordPress-Plugin für diesen FLV Player.

Adobe AIR

Ein spannendes Thema ist Adobe AIR. Hier zu gibt es ca. 15 Tutorials für Flash von mir, die die meisten wichtigen Bereiche der AIR-spezifischen Funktionen abdecken. Dazu gehören z.B. Drag-and-Drop, der Datei-öffnen-Dialog oder Größe eines AIR-NativeWindow.

Witzig ist auch, wenn die Taskleiste von Windows blinkt, das Mac Dock hüpft oder gar ein Video im Dock abläuft.

Bei AIR-Anwendungen ist es interessant, wie man eine XML-Konfigurationsdatei schreibt und liest oder die vorhandene Schnittstelle zu SQL-Datenbank einsetzt.

Außerdem hat AIR das Webkit zum Anzeigen von HTML an Bord. Ganz nebenbei gibt es in AIR auch die Möglichkeit, ein PDF anzuzeigen. AIR hat Zugriff auf das Dateisysteme und kann Dateien oder Verzeichnisse auslesen.

Um letztendlich die AIR-Anwendungen zu verbreiten, kann man die AIR-Badges verwenden.

Streaming

Sehr im Trend liegt das Thema Livestreaming. Der Flash Media Server kann Livestreaming mit MPEG-4 in Verbindung mit dem Flash Media Encoder. Ebenfalls spannend ist die Lösung von Wowza, die Flash-Livestreaming mit dem Wowza Server und dem QuickTime Broadcaster ermöglicht.

Speziell für Livestreaming habe ich übrigens ein FLV Playback Skin erstellt.

Unabhängig davon: Der Flash Media Server wurde mit Version 3 in zwei verschiedene Version (FMSS und FMIS) aufgeteilt.

Flash Player 10

Flash Player 10 bringt zahlreiche neue Features und Funktionen. Darunter fällt das Thema 3D (z.B. rotationX, rotationY und rotationZ) und die Möglichkeit, lokale Dateien zu laden oder abzuspeichern. Besonders cool finde ich auch das Beispiel Pixel Bender – Realtime Color Keying.

Bildschirmschoner

Sehr beliebt war und ist der Kuler Screensaver für Mac, der u.a. auch vom Smashing Magazine gefeatured wurde.

Neben einer Übersicht, wie man aus Flashdateien einen Bildschirmschoner erstellen kann, habe ich auch ein Tool dazu geschrieben. Es heißt SWF Screensaver for Mac, da es in diesem Bereich keine freie oder günstige Software gibt.

Diverses

Arbeitet man mit Flash oder Flex, sollte dieses Tool auf keinen Fall fehlen: SWFObject. Deshalb wird es auch zum Standard in CS4. Dieses Tutorial zeigt, wie man mit SWFObject Flash in HTML einbetten kann.

Preisgekrönt wurden die beiden Entwicklungen SWXml (SWXml: XML API for SWX) und der miniRSS Reader für Flash Lite.

Früher oder später stösst man sicherlich auf RSS- oder XML-Dateien. Man kann z.B. Namespace auslesen oder ein Branding für den Adobe Media Player erstellen.

So, das war’s :)