Mit dem PlayBook wird BlackBerry demnächst einen sehr interessanten Tablet-PC und iPad-Konkurrenten auf dem Markt bringen. Da PlayBook-Apps nichts anderes als AIR-Anwendungen sind, können Flash-Entwickler problemlos Apps dafür entwickeln.

Um den Store bis zum Launch-Datum zu füllen, gibt es Aktion: Wer bis zum 15. März eine App schreibt und diese erfolgreich einreicht, bekommt ein kostenlos PlayBook!

Developers who create a qualifying application for the BlackBerry® PlayBook™ tablet prior to its initial North American release are eligible for a free BlackBerry PlayBook tablet. The main criterion to qualify for the free BlackBerry PlayBook tablet offer is to have a qualifying application accepted into BlackBerry App World™, subject to certain Terms and Conditions.

Da meine App bereits eingereicht ist (Status „approved” :-)), möchte ich in ein paar Artikel, Erfahrungen und Tipps zu diesem Thema schreiben.

Los geht’s mit einem Überblick zum PlayBook und den nötigen Bestandteile für die Entwicklung.

Blackberry Playbook — das Device

Beim Blackberry Playbook handelt es sich um ein Tablet mit einem 7″-Display von 1024×768, das in den nächsten Monaten erscheinen wird. Ausgestattet mit einem 1 GHz Dualcore-Prozessor soll das Device mit 1 GB RAM ausgeliefert werden (das iPad 1 hat 256 MB RAM). WLAN, Bluetooth, eine Front- und eine Rückkamera sowie einen HDMI-Ausgang sind weitere Ausstattungsdetails.

Ein Browser mit HTML5-Unterstützung wird installiert sein. Im Gegensatz zu Apple wird Flash auf dem Playbook möglich sein — mitgeliefert wird der Flash Player 10.1.

Link: Blackberry Playbook Produktseiten

Adobe AIR Apps auf dem Playbook

Adobe AIR ist zentraler Bestandteil des Playbooks. Die Apps des Playbooks werden wie gewöhnliche AIR-Anwendungen mit ActionScript programmiert und können in den Store (Blackberry App World) eingereicht werden.

Blackberry Playbook SDK

Beim Blackberry Playbook SDK handelt es sich um ein spezielles Flex-SDK, das neben dem normalen SDK zusätzlich mit den sogenannten QNX-Komponenten ausgestattet ist. So findet man im Package qnx.ui.buttons z.B. verschiedene Buttons, die für das Playbook optimiert sind. In zurzeit knapp 30 Packages findet man alle Standard-Komponenten und Klassen, die man für die Anwendungsentwicklung auf dem Playbook benötigt.

Grundsätzlich können jedoch auch Anwendung eingereicht werden, die die QNX-Komponenten gar nicht verwenden, sondern z.B. auf Basis des mobil-optimierten Flex SDKs „Hero” gebaut wurden.

Ein blackberry-airpackager sorgt dafür, dass aus den SWFs eine .bar-Datei wird, die auf das Gerät gespielt werden kann.

Entwicklungsumgebung für das Playbook

Als Entwicklungsumgebung wird einfach der Flash Builder 4 verwendet. Ich habe die aktuelle Beta 4.5 (Burrito) genutzt.

Playbook-Simulator

Zum Testen der Anwendung verwendet man den Playbook-Simulator. Dies ist eine virtuelle Maschinen in Form einer VMware. Man lädt sich das ISO-Image des Playbooks herunter. Für Windows benötigt man lediglich den kostenlosen VMware-Player. Unter Mac gibt es diesen leider nicht, weshalb man hier auf die 30-Tage-Testversion von VMware Fusion zurückgreifen muss. Man folgt der Anleitung, um die virtuelle Maschine zu konfigurieren und weist ihr das ISO-Image zu.

Getting started

Als Vorbereitung, bevor es im nächsten Artikel richtig losgeht, also das SDK, den Simulator und VMware Player (Win) bzw. VMwareFusion (Mac) herunterladen und den „Getting started”-Anweisungen auf der Website folgen.

Link: BlackBerry Tablet OS SDK for Adobe AIR (SDK, Simulator, Getting started)