Heute möchte ich das Buch „Adobe Flex 4” von Simon Widjaja vorstellen. In über 600 Seiten bietet es einen Überblick über die wesentliche Aspekte der Entwicklung mit dem Flex-Framework. Zugleich ist es meines Wissens das erste deutschsprachige Buch, das sich mit Flex 4 und den damit verbundenen zahlreichen Neuerungen beschäftigt.

Als Bonus gibt es auch eine Verlosung am Ende des Artikels.

Über den Autor

Simon Widjaja ist Autor des Buchs „Rich Internet Applications mit Adobe Flex 3”. Der eine oder andere kennt Simon Widjaja vielleicht aus der Zeitschrift „Weave”, in der regelmäßig Beiträge von ihm erscheinen.

Simon Widjaja ist seit über zehn Jahren Webdeveloper aus Leidenschaft. Als Entwickler, Autor und Trainer ist der gelernte Mediendesigner und Adobe Certified Expert Flasher bzw. Flexer der ersten Stunde und veröffentlicht auf www.flashplatform.de er regelmäßig News, Tutorials und Videos rund um die Flash-Plattform.

Inhalte

Die ersten beiden Kapitel enthalten eine Einleitung in Flex 4 und den Flash Builder als Entwicklungsumgebung dafür. Ergänzt wird dies durch eine Einführung in MXML und ActionScript (Kapitel 3 + 4). Danach folgt die Erklärung des Event-Modells von Flex (bzw. Flash).

Mit dem Thema Komponenten und Benutzeroberflächen beschäftigen sich die weiteren Kapitel. Hier werden die neuen Spark-Komponenten und ihre wichtigsten Attribute und Methoden vorgestellt. Darüberhinaus wird gezeigt, wie man diese auf unterschiedliche Weise im Aussehen anpassen kann (CSS, Skinning, etc.). Ergänzt wird dies durch States, Effects und Transitions.

Neben der Medienintegration für Video, Grafiken und Sounds bleibt übrigens auch das neue Text Layout Framework nicht unerwähnt.

Kapitel 11 enthält obligatorische Flexthemen wie Databinding, aber auch Datenmodellierung oder das Validieren von Daten. Auch das Einbinden von externen Daten folgt (HTTPService, Webservice, etc.), was ja auch eines der beworbenen Features von Flash Builder 4 ist.

Kapitel 13 erklärt den Lifecycle von Flex-Komponenten, vergleicht diesbezüglich auch Halo- und Spark-Komponenten und erklärt, wie man eigenen Komponenten bauen kann. Anschließend wird noch sehr knapp auf das Thema Architektur eingegangen (im Wesentlichen lose Kopplung).

Zu guter Letzt wird das Buch mit einem kurzen Ausflug in Adobe AIR abgeschlossen.

Zum Buch selbst

Die Verarbeitungsqualität des Buchs finde ich sehr ansprechend. Dank Spezialformat und patentierte Bindung bleibt das Buch jederzeit aufgeschlagen, was gerade beim Computerbüchern sehr angenehm ist, da man nebenher tippen kann.

Zusätzlich kann das Buch auch als eBook gelesen werden. Ein Registrierungscode ist im Buch abgedruckt, um das Flex-Buch kostenlos auch in digitaler Form zu erhalten (technische Basis ist „Adobe Digital Editions”).

Das Buch enthält keine CD, sondern verweist zeitgemäß auf die begleitende Website, wo die Quellcodes als ZIP-File heruntergeladen werden können. (Verbesserungsvorschlag: Noch besser fände ich persönlich es, wenn die Quellcodes online à la Github stehen würden, damit man darin browsen könnte).

Flex 4 und Spark-Komponenten

Da das Buch „Adobe Flex 4” heißt, möchte ich doch noch einmal kurz darauf eingehen: Hier wird nicht zuviel versprochen. Es handelt sich nicht um ein Flex 3 Buch, bei dem ein Kapitel ergänzt wurde, damit man es unter diesem Namen verkaufen kann.

Der Schwerpunkt liegt ganz klar auf den Ansatz, wie mit Flex 4 und Spark-Komponenten entwickelt wird. Dort, wo nötig und sinnvoll (wo z.B. die Spark-Komponenten noch nicht vollständig sind), wird auf die entsprechenden Halo-Komponenten und -funktionsweisen eingegangen.

Selbstverständlich kann es beim mächtigen und umfangreichen Flex-Framework auf 600 Seiten keine Vollständigkeit bieten, jedoch eine gezielte Auswahl an relevanten Themen zum Ein- bzw. Umstieg auf die vierte Version des Open Source Frameworks.

Sehr hilfreich ist es sicherlich, wenn man entweder schon ein bisschen Erfahrung mit ActionScript oder einer anderen Programmiersprache hat. Auch wird vorausgesetzt, dass man sich selbstständig in der Entwicklungsumgebung zurecht findet und erklärt an manchen Stellen nicht alles im Details, wodurch sich das Buch auf die wirklichen Inhalte zu Flex konzentrieren kann.

Fazit

Mein Fazit: Eine klare Empfehlung. Das Buch eignet sich sowohl für alle Flex-Entwickler, die den Umstieg auf Flex 4 vollziehen möchten, als auch für ambitionierten Flex-Einsteiger, die den Einstieg in Welt der RIA-Erstellung suchen. Die Buchqualität inklusive kostenlosem eBook runden die Sache ab.

Link: Inhaltsverzeichnis, Vorwort und Leseprobe
Link: Website zum Buch

Verlosung

Simon und der Verlag waren so freundlich, ein Verlosungsexemplar zur Verfügung zustellen. Um an der Verlosung teilzunehmen, einfach einen Kommentar mit korrekter Email-Adresse unter diesem Beitrag hinterlassen. Teilnahmeschluss ist der Montag, 20. September. Rechtsweg wie immer ausgeschlossen ;-)