Microsoft Expression EncoderNach der Einführung in das Thema „Video in Silverlight“ gibt es als nächsten Schritt nun einen Überblick, wie das Encoding für Silverlight funktioniert.

Zum Einsatz kommt der Microsoft Expression Encoder, den es in einer kostenlosen Trialversion zum Download gibt.

Videofile importieren

Mein Ursprungsvideo ist ein HD-Video mit 1280 x 720 Pixeln (720p). Über „Importieren“ öffnet man das Ausgangs-Video im Encoder.

Da der Expression Encoder bei mir auf dem Mac in Parallels läuft, funktioniert leider das Video-Vorschaufenster nicht („Die Hardware der Shader-Version 2.0 wurde nicht gefunden.“). Liegt wohl an der fehlenden (virtuellen) Grafikkarten-Power und/oder einer veralteten Parallels-Version.

expression encoder

Einstellungen des Expression Encoder

Vier Tabs gliedern die Einstellungen:

  • Codieren (Einstellungen für Video und Audio)
  • Erweitern (Cropping, Overlay, Vor-/Abspann hinzufügen)
  • Metadaten (Metadaten, Markt, Skriptbefehle)
  • Ausgabe (Miniaturansicht, Player)

Im ersten Tab „Codieren“ lassen sich Presets für das Videobild einstellen (z.B. Streaming Breitband, Webserver 512k-DSL, etc.). Möchte man eigene Anpassungen vornehmen, kann man grundsätzliche alle Felder mit dem kleinen Pfeil darunter ausklappen. Dann hat man Zugriff auf alle Eigenschaften wie Framerate, Bitrate, Puffergröße, etc., im Fall des Videocodecs.

Als Zielformat kommt beim Expression Encoder ausschließlich WMV/Silverlight in Frage. Andere Formate werden nicht unterstützt.

Unter „Profil“ findet man die im vorigen Beitrag (Einführung: Alles Wichtige zu Video in Silverlight) erwähnten Profile „Simple“, „Main“ und „Advanced“ von VC-1.

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Bei „Audio“ kann man ebenfalls ein Preset (Standardprofil) lassen oder passt es individuell an. Der besagten „WMA Pro“ (für Silverlight 2) findet sich unter „Codec“.

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Des Weiteren gibt es für fortgeschrittenen Nutzer sehr viele Details und Parameter, an denen sich drehen lässt.

silverlight

Kapitelmarkierungen

Interessant sind die „Marker“ im Tab „Metadaten“. Das Handling beim Erstellen entspricht prinzipiell den Cue-Points im Flash Video Encoder: Zu bestimmten Zeitpunkten des Videos setzt man Markierungen. Außerdem kann man festlegen, dass an dieser Stelle ein Keyframe gesetzt und eine Miniaturansicht erzeugt wird.

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Im fertigen Video wird im Silverlight-Player daraus eine Kapitelübersicht erzeugt.

Ausgabe

Im letzten Tab „Ausgabe“ kann man sich direkt einen von 15 verschiedenen Silverlight-Videoplayer aussuchen. Einige sind allerdings meiner Meinung nach grafisch fragwürdig ;) Diese Features halte ich für sehr sinnvoll, da somit das Authoring eines Player wegfallen kann – wenn die vorhandenen Player ausreichen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dieses Feature auch von Adobe aufgenommen wird.

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Über den Button „Verzeichnis“ kann man außerdem bestimmen, wohin die ganzen finalen Files exportiert werden.

Codieren

Mit dem Button „Codieren“ links unten wird das Encoding gestartet. Eine Statusleiste gibt Auskunft über den aktuellen Fortschritt beim Encoding.

Das fertige Video sieht so aus. Am oberen Rand erkennt man die Kapitelmarkierungen.

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Fazit

Mein erster Eindruck von Microsoft Expression Encoder ist, dass es sich um eine gelungene Anwendung für Silverlight-Encoding handelt. Zahlreiche Parameter – auch für fortgeschrittene Anwender – können eingestellt werden. Außerdem ist das Programm angenehm zu bedienen.

Der Preis beginnt bei ca 200 Euro (z.B. englische Version bei Amazon).

Weitere Artikel zu diesem Thema finden sich unter dem Stichwort Silverlight.