Flash Media Encoder CS4 LogoIm ersten Teil zum neuen Adobe Media Encoder ging es um die Frage, welches Format für Flashvideos gewählt werden soll.

Hat man sich für ein Format entschieden und klickt auf „Bearbeiten > Exporteinstellungen“, gelangt man zu den kompletten Einstellungsmöglichkeiten.

Die allererste Funktion links oben ist „Beschneiden“. Um diese geht es heute.

Ränder abschneiden und Seitenverhältnis beibehalten

Nehmen wir folgendes an: Mein Demo-Video (1280×720) hat rechts und links zwei unschöne Ränder (je nach Quellmaterial kommt dies öfter vor).

Die Ränder kann man mit der Funktion „Beschneiden“ entfernen. Schneidet man jedoch nur an den Seiten etwas ab (und nicht oben/unten), verändert sich das Seitenverhältnis des Originals.

Deshalb stellt sich die Frage: Wenn sowohl das Original-Video als auch das Web-Video im 16:9-Seitenverhältnis sein sollen, wie wird das Video trotzdem unverzerrt dargestellt?

Damit etwas anschaulicher wird, schneide ich einfach mal recht viel ab.

Schwarze Ränder

Wie der Name schon sagt: Alles, was an den Ränder entfernt wird, wird beim Ausgabevideo einfach schwarz. Es entstehen also schwarze Ränder, wodurch keine Verzerrung des Bildinhalts stattfindet.

Größe durch Skalieren anpassen

Bei dieser Einstellung wird das Video in den vorhanden Platz eingepasst. Dabei wird darauf geachtet, das alles zu sehen ist und nichts verzerrt wird.

Man kennt dies auch, wenn man Flash in HTML einbettet. Dort gibt es einen Scale-Mode „showall“.

Beschneiden auf anderes Seitenverhältnis

Es gibt auch noch eine dritte Einstellungsmöglichkeit. Mit „Ausgabegröße ändern“ wird nichts verzerrt, weil die Größe des Ausgabevideos aufgrund des Beschnitts modifiziert wird. Somit ändert sich aber auch das Seitenverhältnis von 16:9 auf ein anderes.

Nicht-quadratische Pixel

Als Neuerung im Vergleich zum „Vorgänger“ Flash Video Encoder CS3 gibt es noch ein kleines Drop-Down rechts oben mit den Einstellungen:

  • Korrigiertes Seitenverhältnis-Vorschau
  • 1:1 Pixelvorschau

Als Beispiel nehme ich ein gewöhnliches Video einer DV-Kamera mit der Auflösung 720×576 (CCIR 601 und PAL).

Das Original wurde im Seitenverhältnis 4:3 aufgenommen, was eigentlich einer Auflösung von 768×576 entspräche. Gespeichert wird das Video jedoch mit einer geringeren Breite (720 Pixel). Beim Abspielen auf dem Fernsehgerät wird das Video etwas in die Breite gezogen, weshalb man auch von „nicht-quadratischen“ Pixeln spricht.
(Näheres siehe auch in meinem Flashvideo-Buch auf S.69)

Die 1:1-Darstellung zeigt das (Original-)Video also in der Form an, wie das Video in der Datei gespeichert ist (quasi die „technische“ Sicht). Die korrigierte Ansicht stellt es so dar, dass es für den Betrachter korrekt erscheint.